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Newsletter Juni

Der Juni war geprägt von unseren Kochexperimenten nach Yotam Ottolenghi, wie aus den Fotos vom Juni, insbesondere dem Kulinarischen Fototagebuch, ziemlich ersichtlich wird. Ursula, mein Work-Life-Gast in diesem Monat brachte selbst ein Kochbuch von ihm mit und war bass erstaunt, als sie erfuhr, dass auch ich ein Fan von ihm bin. Also machten wir entsprechende Einkaufs- und Kochpläne, um uns an seinen Gourmet-Kreativitäten auszutoben. 

 

Im Juni war anfänglich noch Angela, eine Stamm-Helferin, diesmal als Gast in der Gypsy,  da. Später waren wir mit Isabella, ebenfalls eine Stamm-Helferin, zu dritt. So war dieser Monat nicht nur von Gourmet-Highlights geprägt, sondern auch vom Sein zu Dritt. Und es war schön, in allen Konstellationen. Ursula hat übrigens mit ihrer Spiegelreflexkamera ganz viele Fotos gemacht. Ich habe sie in einer Extra-Bildershow zusammengefasst. 

 

Mit Isabella und Ursula haben wir die Kammer - das "Boudoir" - in ein hübsches zusätzliches Zimmer für Work-Life-Gäste renoviert. Wir lösten die alte Tapete von der Wand und dahinter kam eine schöne Kalk verputzte alte Wand zum Vorschein. Nun kann ich auch zwei Helfer bzw. Work-Life-Gäste gleichzeitig beherbergen. Das neue Modell ist nun nicht mehr für freie Kost und Logis, sondern man beteiligt sich an den Kosten fürs Essen und Wohnen. Die Teilnahme an den Arbeiten im Garten sind gering und es bleibt viel Zeit für Urlaub und Entdeckungen; für ausgiebiges Kochen und Experimentieren; für Gespräche und Ausflüge. Es gibt übrigens noch freie Plätze für Work-Life-Gäste im August und September! 

 

Neu ist auch die Möglichkeit, über den Winter oder gar für ein ganzes Jahr gegen eine reduziertere Miete eine Auszeit in Maison Libellule zu verbringen. 

 

Das Wetter war fast immer schön. Hin und wieder kühle Nächte, eine ganze Weile mit hoher Temperatur aber kühlender Bise. Gegen Ende des Monats wurde es immer trockener. Und das grosse Giessen ging wieder los. Aber viele Topfpflanzen habe ich in diesem Jahr glücklicherweise nicht. Und neue Pflanzungen hat es auch kaum gegeben. So hält sich das Schleppen von Giesskannen in Grenzen. 

 

Der Juni leitet immer den Sommer ein. Qualitäten wie Hitze und Trockenheit kehren ein, das Aufsuchen von Schatten und regelmässig sich Abkühlen im Teich oder unter der Aussendusche wird zum Alltag, und die Socken landen definitiv in der Schublade. Auch wenn der Sommer herrlich ist, unbeschwert, und mit weniger (wenn auch schweisstreibender) Arbeit verbunden, so sehne ich mich jetzt schon wieder nach den kühleren Herbsttagen, der tiefer stehenden Sonne und dem Wechsel des Lichts und der Färbungen der Natur. Der Hochsommer ist nicht Meins. Auch wenn die Hitze zu Spielen am Abend einlädt, die Gäste zum Nichtstun animieren und so die Tage sommerlich verspielt sind, ist mir das Arbeiten können, der Wandel und die Kühle doch lieber. 

 

Aber nun, so sei es, geniessen wir den Sommer, die Hitze, die Trockenheit, das Erliegen und Hinstrecken! 

Ganz herzliche Grüsse aus Maison Libellule