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Newsletter Oktober

Liebe Freunde, Gäste und alle Interessierte an Maison Libellule

 

Mit dem Oktober ist nun auch spürbar der Herbst da. 

Anfangs Oktober war ich in der Schweiz, Freunde treffen und auch mit meinen Brüder den Heimatort unserer Mutter und Lieblingsplatz unserer Eltern beehren. Und sogar da, auf über 1500m, war die Sonne da - wenn auch spät am Vormittag. Allerdings war es für Pilze wohl zu spät. Schade. Dafür wurde ich von Michel, meinem Nachbarn und Freund, mit Pilzen aus dem umliegenden Wald beschenkt. Während meiner Abwesenheit hat sich Isabella um Maison Libellule gekümmert. In dieser Zeit war ein Teil ihrer Familie zu Gast. Leider hatten sie eher mühsames Wetter. 

  

Der Oktober wandelt - wie jedes Jahr - das ganze prachtvolle Grün in alle Schattierungen von gelb bis rot. Es ist immer ein wundervolles Spektakel. Ende Oktober setzten dann endlich auch die Regengüsse ein, die so dringend nötig waren. Der Teich ist so tief, es ist ein Jammer. Aber nun wird er sich wieder langsam auffüllen. 

Leider ist einer der Fische aus unbekannten Gründen verstorben. Sie haben ja auch schon ein Alter, wo das nun wohl geschehen kann. So dezimiert sich der Schwarm ganz von alleine und meine Sorge, dass zu viele Fische da sind, löst sich von ganz alleine auf. 

 

Mitte Oktober kamen dann Angela und Thomas an. Angela ist nun schon das vierte Mal für den alljährlichen Teichrückschnitt da. Und Thomas war vor zwei Jahren hier, um mitzuhelfen. Wir werden allerdings erst im November damit beginnen. Wir haben ein wenig im Garten gearbeitet, aber auch schöne Ausflüge gemacht.

Ein besonderer Ort ist Perouges. Es ist ein mittelalterliches Dorf, auf einem Hügel gelegen, und ganz und gar aus glatt gewaschenen Steinen gebaut. Es wurde als eines der schönsten Dörfer Frankreichs klassifiziert. Leider war das Wetter neblig und kalt. Auf dem Weg dahin haben wir in Bourg-en-Bresse das Monastère von Brou besucht, was sehr eindrücklich war.  

 

Thomas macht mit seinem Handy ganz tolle Bilder vom Garten und von der Umgebung. Für mich ist es spannend zu sehen, wie andere Menschen die gleiche Gegend mit ganz anderen Augen betrachten. Nebst seinen Eindrücken findet ihr wie immer auch das monatliche Fototagebuch vom Oktober

 

Und natürlich wird auch wieder fleissig gekocht. Teilweise vegan, da Thomas sich schon ewig so ernährt. Angela und ich separieren dann manchmal das Essen und "reichern" es mit Rahm, Butter oder Käse für unseren Geschmack noch an. 

 

So waren wir im Oktober zu dritt. Heute oder morgen komm noch ein Auszeit-Gast dazu. Und Mitte November beehrt uns sogar ein Schriftsteller, der die Gypsy über den Winter gebucht hat. So wird immer was los sein und mir wird es definitiv nicht langweilig. Schön, dass die Auszeit- und auch die Work-Life-Geschichte Anklang findet. 

 

Für den Mai im kommenden Jahr ist ein Work-Shop geplant. Das Thema ist "Verbunden-Leben". Zusammen mit Isabella und einem länger bleibenden Work-Life-Gast im nächsten Jahr - nämlich Regina - planen wir einen einwöchigen Work-Shop mit den Themen des Zusammen-Lebens. Und zwar geht es um eine neue Art des Miteinanders. Es geht auch um das Bewusstsein für Kommunikation, für eine neue Art des respektvollen Umgangs miteinander. Das Ziel ist, dass jeder in seiner Art so unterstützt wird, dass Energien nicht in Machtkämpfen erschöpft werden, sondern, dass man aus einem Miteinander Kraft und Inspiration erfahren kann. Für mich sind das spannende Themen und ich bin gespannt, was wir hinbekommen. Sobald die Idee noch konkreter ausformuliert ist, werden die Infos dazu auf meine Homepage zu finden sein. 

 

Die Fische haben sich inzwischen in die dunklen Tiefen zurückgezogen. Aber die Igel - oder wenigstens einer davon - kommen nach wie vor an die Futterstelle, um sich den Bauch mit Katzenfutter vollzuschlagen. Und natürlich bekommen nun auch die Vögel regelmässig Futter, um den Winter gut zu überstehen. 

 

Die Walnussernte ist in diesem Jahr von der Menge her nicht schlecht. Aber die Nüsse sind vielfach von einem Schimmel befallen. Ein Teil ist gut und den röste ich jeweils im Ofen, um sie anschliessend ins Gefrierfach zu legen. So bleiben sie haltbar und werden auch nicht von Motten befallen. 

 

Mein Nachbar, der Milchbauer, hat nun angefangen, das Gelände, welches zwischen uns liegt, abzustecken. Er wird wohl noch in diesem Monat dort einen Hangar aufstellen lassen, um seinen Maschinenpark unterstellen zu können. Für mich bedeutet das endlich einen effektiven Lärmschutz zu bekommen. Man wird dann die Melkmaschine viel weniger hören und alle anderen Putz- und Unterhaltsarbeiten werden durch diesen "Zwischenbau" lärmmässig geschluckt. Für mich wird das ein ultimatives Plus sein! Ich freu mich extremst und bin wirklich schon sehr gespannt. 

 

Ich wünsche euch allen einen sonnigen und magischen November. Auf dass sich Sonne und Nebel die Waagschale halten.  

 

Mit herzlichen Grüssen

Silvana & Co.