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Newsletter November

Liebe Freunde, Gäste und alle Interessierte an Maison Libellule

 

Im November kommt der Garten zur Ruhe. Vom Bunten und von der Wandlung geht er über in einen Zustand der Verabschiedung und des Rückzugs. Die Birken stehen noch hübsch im goldenen Kleid am Teichrand, während viele andere Bäume ihr Laub nun haben fallen lassen. Die Trockenheit weicht einem nun regelmässig einsetzenden Landregen. Es wird wieder alles nass und erholt sich vom langen trockenen Sommer. Die Wiesen werden wieder tief grün und manchmal möchte man meinen, es sei Frühling. Der Himmel wandelt sich täglich und liefert immer wieder neue Impressionen, die Thomas vielfach festgehalten hat. 

 

Anfangs November steigen wir mehrmals in den Teich, bzw. arbeiten am Ufer, um alles zurück zu schneiden. Da der Wasserpegel sehr tief ist, können wir gut ohne Gummihosen arbeiten. Nebst Angela und Thomas helfen auch Pit und Pia mit, und auch Marion, der Auszeit-Gast von der Gypsy, hilft fleissig mit Schneiden. Das ist so schön! Wenn so viele Hände mit anpacken, dann ist diese grosse Arbeit im Handumdrehen erledigt. Das geschnittene Material bringen wir mit dem Anhänger zur Déchétterie. Es ist zuviel, als dass wir es irgendwo verrotten lassen könnten. Zumal es das auch sehr schlecht tut. Mit der Hilfe von Pit schaffen wir auch den vorderen Teich in kürzester Zeit. Angela hat sich mutig in den Gummihosen in den Teich gestellt und von dort aus geschnitten. Uff, wieder einmal geschafft!  

 

Thomas macht viele wundervolle Bilder vom Himmel. Die letzte Impression verlinke ich hier. Alle anderen findet ihr auf dem News-Blog. Thomas hat überhaupt unseren Hof-Paparazzo gemacht. Das ist der Grund, wieso das Fototagebuch im November so umfangreich geworden ist! Ausserdem hat er spannende Bilder von Gemüse gemacht. Seine Eindrücke von den Karotten finde ich genial

 

Aus einem der alten Steine, die mal Treppe zum Teich waren, hat Thomas eine wundervolle Skulptur gehauen. Sie steht nun vorne am Ponton unter dem Ahorn. Siehe Bilder Fototagebuch

 

Wir verbringen eine unbeschwerte Zeit. Thomas und Angela haben dauernd einen lustigen Spruch, oder machen sonstwie Schabernack. Sie übernehmen die Einkäufe auf den Märkten, und natürlich kochen wir regelmässig und meist vegan. Wenn Thomas dann mal für einen Abend nicht mit uns isst, nutzen Angela und ich die Gelegenheit, um Fleischmenüs zu machen oder wir waren einmal im Aux Terrasses in Tournus, was - wie immer - ein kulinarisches Gedicht war. 

Wir haben einen schönen Ausflug nach Beaune gemacht. Uns die hübsche Altstadt ein wenig angeschaut (leider hat es geregnet), und selbstverständlich haben wir das Hotel Dieu besucht. Wir waren in einer Pizzeria essen, wo der Pizzaiolo sehr eigenwillig gesungen hat. Anschliessend statteten wir einen Besuch bei der Eisenkünstlerin Odile ab. Es hat sich mittlerweile fast eingebürgert, dass ich mit dem gesammelten Kleingeld von einem Jahr, mir einen Geburtstagswunsch bei ihr erfülle. In diesem Jahr war es eine Tischlampe für mein Schlafzimmer. 

 

Die Organisation des Work-Shops "Verbunden-Leben" hat nun Form angenommen. Auf der entsprechende Seite findet ihr alle Infos zum Inhalt. Er wird in der zweiten und/oder dritten Woche im Mai nächstens Jahres stattfinden. Ich habe ja schon im letzten Newsletter davon berichtet. Aber hier noch einmal kurz, um was es geht. Es soll eine Art experimentelle Zeit werden. Die Idee ist, dass wir eine Gemeinschaft auf Zeit leben. Wir wollen versuchen, diese Woche gemeinsam zu gestalten und uns den Dingen, die uns dabei entgegenkommen oder die aus dem Zusammensein entstehen, stellen, anschauen und im Beisammensein verstehen, klären und uns im Prozess verbinden. Wir wollen versuchen, zu sehen, wo wir in der Gemeinschaft anstehen und wie allfällige Schwierigkeiten gemeinschaftlich gelöst werden können. Wir wollen uns verbinden, mit uns selbst und mit der Gruppe. Wir wollen uns als Teil eines Netzes verstehen, bewusst verbunden und eingebunden. Wir sind alle gleichzeitig verantwortlich für uns selbst und für alles, was um uns herum ist. So, das ist in etwa die Idee. Aber schaut vielleicht mal einfach auf die Seite. Vielleicht ist das ja auch etwas für euch?  

 

Ich freue mich, dass ich für Georg, der im Nachbarsort Masseur ist, eine neue Homepage machen darf. Sie ist zwar noch nicht online, aber wird es in den nächsten Tagen wohl sein. Ihr findet sie dann unter: www.shiatsu-reflexologie-71.fr. Für mich ist es immer eine schöne Herausforderung, während der winterlichen Zeit, wenn ich meine Aufmerksamkeit nicht mehr voll und ganz dem Garten und Gästen widmen muss, mich meiner anderen Leidenschaft, nämlich der kreativen Arbeit am PC, zuwenden kann.  Und um ein wenig Eigenwerbung zu betreiben: ich hätte noch Kapazität für die Gestaltung der einen und anderen Website. Also meldet euch, wenn ihr Interesse habt. Dies geht übrigens auch ohne dass wir uns sehen. Per Telefon und Internet lässt sich dies sehr gut bewerkstelligen.  

 

Bei meinem Nachbarn ist es wieder ein Stückchen weit vorangegangen. Die Fundamente für den Hangar sind gelegt und der Platz wurde planiert. Vermutlich werden sie in den nächsten Tagen anfangen, die Wände hochzuziehen. Die Spannung steigt und ich übe mich in Geduld! 

 

Ich wünsche euch allen eine schöne und ruhige Adventszeit. Die Zeit im Dezember, wo man innehält, das Jahr noch einmal Revue passieren lässt, und in der wir mit vielen kleinen Kerzenlichtern und Girlanden der Dunkelheit trotzen. 

 

Mit herzlichen Grüssen

Silvana & Co.