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Silvana

Über mich findet sich so allerhand auf dieser Homepage, da ich sie schon seit vielen Jahren betreue, Bilanzen verfasse - die viel Einblick in mein Leben zulassen, Fotos hochlade, Anekdoten und Inspirierendes veröffentliche und nun eben auch die Wohngemeinschaft vorstelle. Meinen groben Lebenslauf könnt ihr unter c'est moi einsehen. 

 

Ich werde im nächsten Jahr 60 Jahre alt. Oh wow! Wie die Zeit vergeht! Diese Zahl steht echt grau und fremd vor mir. Ich fühle mich so gar nicht, wie die Bilder, die noch in meinem Kopf zu dieser Alterszahl rumspuken. Das ist doch gut so. Die nächsten Lebensschritte in diesen Abschnitt meines Lebens wollen neu gestaltet und bereichert werden. Unser, wenigstens für viele in Mitteleuropa, so privilegiertes Leben fordert uns regelrecht auf, die Freiheiten und Möglichkeiten bewusst zu nutzen und gestalten, so finde ich. 

 

Schon seit langer Zeit bemühe ich mich, mein Leben möglichst authentisch und bewusst zu leben. Auch wenn das nicht überall gelingt, oder nicht perfekt, ich strebe in diese Richtung. Mit der Wohngemeinschaft beginnt ein neues Kapitel, auf das ich mega gespannt bin. Ich freu mich so sehr, dieses wunderbare Haus mit seinem grossen Garten, zusammen mit den Mitbewohnern, zu beleben, zu gestalten, es zu füllen mit Freude, mit Lachen, mit buntem Leben, mit tiefen Gesprächen, mit feinen gemeinschaftlichen Essen und viel anderem mehr. 

 

Ich würde mich als aufgeschlossenen Menschen bezeichnen, der das Leben liebt, die Menschen, Tiere, alle Wesen und auch die Natur. Ich bin interessiert an den verschiedensten Ausrichtungen und Einstellungen, erlebe es als bereichernd, mich mit bewusst lebenden und kommunizierenden Menschen umgeben zu dürfen.

 

Ich freue mich auf die Herausforderungen, die das wohngemeinschaftliche Leben mit Sicherheit mit sich bringt. Es wird bestimmt nicht nur ein Zuckerschlecken sein. Aber ich hoffe auf Ausdauer bei uns allen, um die Gemeinschaft mit gemeinsam bewältigen Herausforderungen zu stärken und uns zu verbinden. Das Gefühl, nicht alleine den Dingen (den Schönen wie auch den Mühseligen), die uns im Leben begegnen, entgegen zu sehen, fühlt sich tief befriedigend an. Wir sind für uns alleine verantwortlich, das ist gewiss so. Wir werden alleine geboren und sterben auch alleine. Auf diesem ersten und letzten Schritt begleitet uns niemand (wenigstens nicht auf der materiellen Ebene). Für unsere Entscheidungen tragen wir selbst die Konsequenzen und stehen dabei in einer grösseren Verantwortlichkeit. Wir leben unter und mit Menschen, in einer Welt, in der wir uns gemeinsam stark machen können. Stärker als die Summe von uns Einzelnen für sich alleine. Diese Stärke macht es uns auch möglich, uns für mehr als nur für uns selbst einzusetzen. Wenn es heute - so glaube ich - um eine Bewegung, weg vom ICH und mehr zum WIR geht, dann macht das in meinen Augen viel Sinn. Ich denke, eigentlich beginnt unsere Freiheit da erst so richtig. 

 

Ihr seht schon, ich drifte gerne ins Philosophische ab. Nimmt es mir nicht übel, das ist einfach eine Seite von mir. Ich bin beständig unterwegs, mich und die Welt besser zu verstehen und sie immer wieder neu zu betrachten. 

 

 

 

L i b e l l e n t a n z

 

Wir Libellen hüpfen in die Kreuz und Quer, auf den Quellen und den Bächen hin und her.

Schwirrend schweben wir dahin im Sonnenglanz; unser Leben ist ein einz'ger Reigentanz.

Wir ernähren uns am Strahl des Sonnenlichts, und begehren, wünschen, hoffen weiter nichts.

Mit dem Morgen traten wir ins Leben ein; ohne Sorgen schlafen wir am Abend ein.

Heute flirren wir in Freud' und Sonnenglanz; morgen schwirren andre hier im Reigentanz.

 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben