Silvana  Lucchini

 

 

Mit ganzem Namen: 

Silvana Jolanda Georgina Lucchini Bernhard

 

Geboren am 4. November 1963

in Hausen am Albis, Schweiz.

 

  

Mein Vater war Norditaliener, meine Mutter aus einem Bergdorf am Lukmanierpass im Bündnerland. Wir - zusammen mit meinen zwei Brüdern - zogen mehrfach um. Es war wohl für meine Eltern nicht einfach. Wir waren nicht arm, aber wir mussten schon schauen, dass wir über die Runden kamen. Mein Vater wollte sich sehr integrieren, doch dazumal machten es einem die Behörden und manche Menschen nicht gerade einfach. Durch diese Umstände verpasste ich leider auch die Möglichkeit, italienisch und romanisch zu lernen. Italienisch holte ich dafür später auf meinen Reisen nach.  

 

Ich habe eine Lehre als Textil-Verkäuferin abgeschlossen, aber nie in diesem Beruf gearbeitet. Ein Jahr als "Jeune fille Au Pair" in Genf hat mich - nach einigen Schwenkern - wieder auf die richtige Bahn gebracht.  

 

Die längste Zeit meines "Erwachsenen-Lebens" verbrachte ich im Kanton Glarus, zusammen mit meinem damaligen Lebenspartner Marcel. 2000, also mit 37, bin ich nach Zug zurückgekehrt. Ich hatte im Glarnerland den Einstieg als Büroangestellte gefunden, und habe mich nach und nach zur Kaufmännischen Angestellte ausgebildet. Meine letzte Arbeitsstelle war als Logistikerin bei der Auslieferung von Bücher Balmer in Zug/Hünenberg. 

 

2001 lernte ich Dominik kennen. Mit ihm reiste ich mehr oder weniger von 2003 bis 2007 mit einem VW-Bus und später mit einem Wohnmobil quer durch Südeuropa. Dominik verstarb im Sommer 2006 an Krebs. 

Wer mehr zu meinen Reisen erfahren will, erhält Einblick auf der Homepage www.unterwex.ch

 

 

Frankreich - Maison Libellule - 2007-2019

Im Sommer 2007, mit 44, entschied ich mich, sesshaft zu werden. Im südlichen Teil des Burgund fand ich mein neues Zuhause. Seitdem lebe ich meinen Traum von einem freieren Leben inmitten viel Natur. Und ich weiss genau, dass ich damit auch einen Traum meiner Eltern lebe. 

 

Maison Libellule habe ich während 12 Jahren aufgebaut, gepflegt und gehegt. Es ist ein wundervoller Platz geworden. Wie meine Gäste immer wieder sagen: "eine kleines Paradies..., eine Oase". Der Aufbau und die Vermietung haben mir während all der Zeit viel Freude bereitet. Es gab auch viele Herausforderungen, die ich zu meistern hatte. Irgendwann wurde es mir dann zu viel, zu gross, zu belastend. Und ausserdem bin ich der Typ, der gerne immer wieder Neues anfängt. Ich habe mich in Maison Libellule sehr in Geduld geübt - was nicht meine Stärke ist und habe viele Wurzeln geschlagen. Ich habe es genossen, zu sehen und zu erleben, wie Bäume, Pflanzen und der ganze Garten wachsen, gedeihen und grösser werden. Doch das Leben bewegt sich, wir bewegen uns. Und mein innerer Kompass ruft nach neuen Ecken, neuen Herausforderungen. 

 

Es ist mir nicht nur leicht gefallen, Maison Libellule zu verlassen. Aber da es ein länger andauernder Prozess war, hatte ich genügend Zeit mich innerlich zu verabschieden, auf eine gewisse Distanz zu gehen, und dann auch Ende Oktober 2019 Adieu zu sagen.

 

Frankreich - Somme Lumière - 2020

Im November 2019 zog ich um ins Maison Somme Lumière in Issy L'Évêque, immer noch im Südburgund.

Der Umzug verlief glatt und auch die Katzen haben sich, nach 2-3 Wochen recht gut eingelebt. Ich fühle mich Tag für Tag ein wenig mehr Zuhause. Offen gesagt, gibt es immer mal wieder Krisen. Es dauert eben, neue Wurzeln zu schlagen. 

Ich begebe mich hier auf neue Wege. Es ist vieles in Vorbereitung, aber das Konzept steht. Das erste Jahr habe ich mir als "Erfahrungsjahr" eingeplant und mich darauf eingestellt. Für mich ist es so, dass sich die Dinge im Tun und im Sein konkretisieren und erfüllen. Daher werde ich mich - und ihr euch vielleicht auch - in Geduld üben, bis es soweit ist. 

Allerherzlichste Grüsse aus Maison Somme Lumière, was mich so offen und ruhig empfangen hat, was so voller Hoffnung steckt, und mir viel Raum und Wärme bietet, um gut anzukommen.

 

2020 bewegte sich aber coronabedingt im Aussen sehr wenig. Umso mehr dafür in meinem Innern! Es führte zum Entschluss, Somme Lumière möglichst bald wieder zu verkaufen. Was mir auch gelang. Ende Januar 2021 verliess ich das Haus - nach 14 Monaten - und zog um nach Deutschland. Wer mehr zu den Hintergründen erfahren will, findet dies in der Bilanz 2020, auch als Audio-Datei zum Hören.

 

Deutschland - Schwedenhof - 2021

Tja, und nun sitze ich hier in einem Mini-Häuschen, schon fast ein Tinyhouse, in Süddeutschland in der Bodenseeregion, wo es wunderschön ist. Auch das Leben in diesem kleinen Haus auf diesem schwedisch angetünchten Platz, macht Freude. Es ist eine regelrechte Wohlfühloase! 

Nun, das Häusle wird für das ganze 2021 mein Zuhause sein. Zur Zeit teile ich es mit Daya, eine Besucherin aus Somme Lumière, die mit mir den Umzug bewältigt hat, und nun - ebenfalls coronabedingt - hier eine Basis hat, um, anstatt grosse Reisen machen zu können, von hier aus eher kleinere Reisen zu unternehmen. 

Ziel und Zweck meines Aufenthaltes in Süddeutschland ist es, herauszufinden, ob ich wirklich in eine Lebensgemeinschaft einsteigen will. Und wenn ja, in welche? Von hier aus kann ich mich relativ einfach in alle deutschsprachigen Richtungen bewegen. Sei es Deutschland selber, oder Österreich oder auch die Schweiz. Aber dazu mehr in meinen Berichten.  


Kontakt

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L i b e l l e n t a n z

 

Wir Libellen hüpfen in die Kreuz und Quer, auf den Quellen und den Bächen hin und her.

Schwirrend schweben wir dahin im Sonnenglanz; unser Leben ist ein einz'ger Reigentanz.

Wir ernähren uns am Strahl des Sonnenlichts, und begehren, wünschen, hoffen weiter nichts.

Mit dem Morgen traten wir ins Leben ein; ohne Sorgen schlafen wir am Abend ein.

Heute flirren wir in Freud' und Sonnenglanz; morgen schwirren andre hier im Reigentanz.

 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben