Ein neuer Gemüsegarten

Ein weiteres gemeinsames Projekt: der neue Gemüsegarten und irgendwann ein Treibhaus drumherum. Dazu gehört auch die Neuorganisierung des Kompostes und die Aufzucht der Gemüsesetzlinge.

Das ehemalige Permakulturbeet

23.02.2017
23.02.2017

Im alten Hügelbeet tummeln sich die Mäuse! Leider haben wir es damals unterlassen, das Beet unten mit einem Gitter zu versehen. Der Aufbau des Hügelbeetes mit Totholz schafft ideale Bedingungen für Mäuse. Und so hatte ich dermassen viel Verlust am Gemüse, dass es nur ein Frust war. Auch das Schützen mit klein ausgeschnittenem Gitter für jedes einzelne Gemüse half nicht sehr viel und war auch nicht das Ideale fürs Gemüse.

 

11.07.2017
11.07.2017

Nun dürfen sich vorderhand die Hühner daran gütlich tun. Es ist ein Paradies für sie. Täglich tummeln sie sich darin und finden vermutlich jede Menge Samen von den Ringelblumen und vielem anderen.

 

Und ausserdem ist es wunderschön anzusehen, so finden wir. Es finden sich allerhand von Blumen wie Malven, Alant, Eisenkraut, Kamille und anderes mehr.


Ein richtiges Kompost-Konzept

Zuerst war die Idee die Hochbeete mit Paletten zu bauen. Das erwies sich aber als komplizierter und aufwändiger als gedacht. Ein Teil der bereits besorgten Paletten fanden dann aber Einsatz als Begrenzung für das Häckselmaterial.

So haben wir unter der grossen Linde nun schon mal einen neuen festen Standort für das Häckselmaterial eingerichtet.

Im Hühnergehege hat Annette aufgeräumt. Es lagen noch so viele Äste vom winterlichen Baumschnitt herum, die wir teilweise als Anfeuerholz zugeschnitten haben. Den Rest hat sie zu einer Totholzhecke (rechts im Bild) aufgeschichtet.

Und dann entstand das neue Grob-Kompostbeet, in der Nähe der Bienen, wo in Zukunft alles Jät- und Schnittmaterial landen wird. Und vielleicht bietet es dann auch mal Platz für Kürbisse.

 

 

Die kleine Kompostauffangstelle für die Gemüseabfälle aus der Küche steht nun neu auf der Nordseite des Hauses, geschützt vor allzuviel Sonne und leicht bedeckt vom Holunderbaum an der Ecke.


Aufzucht des Gemüses

Wir tauschen unsere "Samenbanken" aus. Barbara und ich teilen uns die Samenbestände, bevor wir mit Bestellungen bei Sativa & Co. wieder aufstocken.

4. März 2017: es geht los... die ersten Samen werden gesetzt.... Rote Beete, Knollensellerie, Auberginen, Paprika, Basilikum, Blumenkohl, Pak Choi usw.

Die Kistchen kommen dann auf die Heizung, um die Wärme zu haben, die sie brauchen, um zu keimen.

Eine Woche später säe ich schon die ersten Blumen und Kräuter in Kistchen mit guter Erde. Die Kistchen können so dann auch mal über Nacht rein ins Haus, wenn es zu kalt wird.

 

Auch das angezogenen Gemüse, was bereits gekeimt hat, kommt nun tagsüber raus ans Licht. Sie werden so gut abgehärtet.

Die ersten Samen keimen schön: Fenchel, Mangold, Gurken und Lauch

Anfangs April sind die meisten Gemüsebabys pikiert und in gute Erde zwischengepflanzt, auf dass sie gross und stark werden.


Die neuen Hochbeete

Also beschlossen Annette und ich, den Gemüseanbau ganz neu zu gestalten und aufzubauen. Unsere Idee ist es, ein Treibhaus zu bauen... recht gross, an einem neuen Standort, und zwar an der Nordseite des Geländes, zwischen Schafgehege und Gitane. Die Idee ist, die Verglasung mit alten Fenstern aufzubauen.

Das wird ein Grossprojekt, was uns bestimmt das ganze 2017, wenn nicht rein ins nächste Jahr beschäftigen wird.

 

Wir besorgten uns frische gute Erde, Mutterboden, der schön mit Sand durchzogen ist. Mit ein wenig Glück fanden wir einen guten und günstigen Lieferanten, der uns das Material gleich hinter den Vorplatz hinkippte.

So haben wir es nicht allzu weit bis zu den Hochbeeten und Annette kann den Boden rings um die Gypsy ausbessern und das Terrain begradigen.

Und so schaut die Konstruktion des ersten Hochbeetes aus. Dicke Bretter, 3m lang, 15cm hoch, 6 in der Höhe, so dass wir auf eine Arbeitshöhe von 90cm kommen. Innen haben wir die längeren Seiten verstärkt.

Die vordere Seite haben wir so lange wie möglich offen gelassen, um sie besser füllen zu können.

Ausserdem haben wir ein feinmaschiges Gitter auf den Boden gelegt. Es sollen sich ja keine Mäuse heimisch machen, wie das im Hügelbeet der Fall war!

Dann kam ein Flies an die Innenwände, um das Holz besser vor der Feuchtigkeit zu schützen.

Die unterste Lage besteht aus Totholz.

18.02.2017
18.02.2017

Die letzte Wand mussten wir dann doch früher als gedacht zumachen, denn die Folie sollte ja innen ringsherum gehen. Das Festtuckern der Folie war dann Spass!

Dann haben wir weiter aufgefüllt mit Laub, mit altem Kompost, mit Hühnermist und Stroh aus Hühner- und Schafstall und mit Mist von Béatrices Pferden.

Der Rest wird mit der zugelieferten Erde aufgefüllt. Und ganz am Schluss mit gereiftem Mistkompost verbessert. 

Und natürlich schonen wir jedes Würmchen ;-) und setzen es vorsichtig ins neue Hochbeet.

 

So, das ist vorerst der Stand Ende Februar 2017.

11.03.2017
11.03.2017

Im Hochbeet habe ich ebenfalls ausgesät... Karotten mit Radieschen, Steckzwiebeln, Pflücksalat und Feldsalat. In der Nacht schütze ich die Sämlinge mit einem Plastikdach noch vorderhand vor der Kälte.

31.03.2017
31.03.2017

Das zweite Hochbeet steht!

Das hohe Gerüst wird später das Gitter rechts im Bild tragen, welches für die Kefen (Zuckerschoten) ist.

 

Im Hintergrund sieht man das rote Wasserbecken und die schwarzen Jauchentonnen.

09.05.2017
09.05.2017

Alle vier Hochbeete, gefüllt mit guter Erde! 

Das erste Hochbeet hat ein Plastikdach bekommen, um die Tomaten von oben gegen Wasser zu schützen und noch ein wenig extra Wärme zu erhalten.

Das zweite Hochbeet hat eine Gitterkonstruktion für die Zuckerschoten.

 

 

Und unten der Blick Mitte Sommer über alle Beete.

12.07.2017
12.07.2017

Das erste Hochbeet

Im ersten Hochbeet spriessen die Zwiebeln, Knoblauch, Karotten, Radieschen, Schnittsalat und Feldsalat.

31.03.2017
31.03.2017
12.04.2017
12.04.2017

Es spriesst bereits schön bunt durcheinander. Die Tomaten haben wir als Setzlinge gekauft, denn wir wollten verschiedene Arten haben, von kleinen flaschenförmigen gelben bis zu grossen schwarz-roten Tomaten hat es nun 10 verschiedene. Von jenen, die sich bewähren, werden wir die Samen gewinnen und dann im nächsten Jahr selber ziehen. 

30.04.2017
30.04.2017

Der Schnittsalat wächst schnell. Ebenfalls die Zwiebeln und der Knoblauch.

 

Sogar die Karotten schauen schon raus.

01.06.2017
01.06.2017

Die Karotten sind gut gewaschen. Wie alles andere auch.

 

Die Tomaten blühen und es scheint ihnen gut zu gehen.

 

16.06.2017
16.06.2017

Wildwuchs beim Pflücksalat. Ganz viel ist ausgeschossen, liefert aber immer noch leckeren Salat.

 

12.07.2017
12.07.2017

Die Tomaten bekommen Farbe, Karotten ernten wir nach Bedarf. Auch erste Zwiebeln haben wir schon als Frühlingszwiebeln genossen.

Das zweite Hochbeet

Eingepflanzt wurden Rote Melde und Pak Choi.

Ausgesäht wurden Kefen und Spinat.

31.03.2017
31.03.2017
12.04.2017
12.04.2017

Die rote Melde ist zwar noch klein, aber scheint ebenfalls sehr anspruchslos zu sein.

 

Auch der Pak Choi (die grösseren grünen) gedeiht sehr gut.

 

Die Zuckerschoten schauen auch schon raus.

30.04.2017
30.04.2017

Links sieht man, wie der Pak Choi extrem schnell gewachsen ist.

In der Mitte sieht man die jungen Mangold-Setzlinge. Rechts im Bild die Zuckerschoten, die sich schon ans Gitter klammern.

01.06.2017
01.06.2017

Die rote Melde (früher bekannter als Spinat) wächst sehr schön. Der Federkohl ebenfalls. Der Mangold streitet sich ein wenig um den Platz dazwischen. Und ganz recht stehen nun die Rote Beete Setzlinge.

16.06.2017
16.06.2017

Die rote Melde haben wir geschnitten, so können sie sich verzweigen. Vom Federkohl haben wir auch schon gegessen. Und die Zuckerschoten sind reif. Wir pflücken tagtäglich.

12.07.2017
12.07.2017

Rote Melde haben wir nun mehrmals geschnitten. Zusätzlicher Federkohl habe ich nachgesetzt. Der Mangold wurde schon drei mal geerntet. Und die Rote Beete ist nun auch soweit.



Das dritte Hochbeet

Hier wachsen Rosenkohl, Knollensellerie, Blumenkohl und Fenchel. Ausserdem haben wir Erbsen ausgesäht.

09.05.2017
09.05.2017

Überall dazwischen säe ich immer wieder Radieschen.

Die Erbsen bekommen eine Stützhilfe. Ganz hinten stehen die Gurkensetzlinge, zusammen mit Borretsch.

01.06.2017
01.06.2017

Es wächst prächtig! Die Erbsen hätte ich näher zueinander setzen können. Trotzdem, wirklich lohnen tut es sich nicht.

16.06.2017
16.06.2017

So, der Kohl hat schon kleine Köpfe. Der Blumenkohl bräuchte dringend Mist, ja, hm. Und der Fenchel ist ausgeschossen. Gut gedeihen die Gurken im Hintergrund am Bambusspalier. Hier haben wir schon drei, vier ernten können.

12.07.2017
12.07.2017

Das vierte Hochbeet

Im letzten Hochbeet setzen wir Artischocken und Lauch. Dazwischen sähen wir Schwarzwurzeln und Buschbohnen.

09.05.2017
09.05.2017

Auch hier wieder Radieschen. Zwei Reihen Buschbohnen habe ich ausgesät. Aber irgendwie wollen die nicht so richtig. Obwohl ich sie durchaus die Glocken hören lasse ;-)

01.06.2017
01.06.2017

Die Buschbohnen wurden nach dem dritten Versuch storniert. Dafür habe ich die Auberginen hier reingesetzt.

16.06.2017
16.06.2017

Die Auberginen sind eine Pracht und haben schon die ersten Blühten und kleinen Früchte. Sogar die selbstgezogenen Artischocken machen schon Blumen. Und natürlich wächst auch der Lauch comme-il-faut.

12.07.2017
12.07.2017


Kleine Hochbeete für Kartoffeln, Zucchini, Kürbis & Co.

12.07.2017
12.07.2017

Eine gelbe Zucchini, zwei Melonen und ein paar Paprika.

12.07.2017
12.07.2017

Die zweite Ladung Kartoffeln. Die ersten roten Frühkartoffeln haben wir schon verspeist. Sie waren im Beet, wo jetzt ein paar Kräuter und Salate gezogen werden.

12.07.2017
12.07.2017

Und noch eine grüne Zucchini. Hinten rum zwei Kürbisse. Ein Hokaido und eine Muscat.



Zwei der alten Hochbeete für Ziehgemüse und Kräuter

12.07.2017
12.07.2017

Links Kamille und Kümmel. Rechts Schnittlauch, Koriander und Dill. In der Mitte haben wir versucht, Zichorien anzusäen. Es scheint aber, dass die Samen schon zu alt waren.

12.07.2017
12.07.2017

Majoran, Bohnenkraut, Salbei und Rosmarin.



Ideen


Eine weitere Idee besteht aus kleineren Hochbeeten mit altem Stroh. Von denen hat es noch genügend im Strohlager. Mal sehen... Die Fotos unten entstanden auf einer Exkursion im Frühling 2016 in Chapaize.