Eine Vision

 

Si quelqu'un rêve seul - cela reste un rêve

Si nous rêvons tous ensemble - cela deviendra réalité

(Dom Hélder Câmara)

 

Chancen sind wie Sonnenaufgänge: wer zu lange wartet, verpasst sie

(John Lunden)

Was wäre, wenn wir ...

  • lernen, neu miteinander umzugehen

  • wollen, dass wir anders miteinander kommunizieren

  • uns so öffnen können, dass wir Andersartigkeit wirklich annehmen können, weil wir den Raum dafür offen lassen

  • verstehen, dass unsere Ansichten und Meinungen aufgrund unserer kulturellen Annahmen passieren und sich diese durchaus anders betrachten liessen

  • uns eine neue Kultur erschaffen, in der wir das Gemeinsame hochheben und nicht unser Ego pflegen

  • uns und dem Leben selbst so vertrauen, dass wir uns öffnen können

  • einen Raum entstehen lassen, worin wir uns weiterentwickeln können, indem wir uns mit uns selbst auseinandersetzen 

  • gleichzeitig das Bewusstsein für den Einzelnen und für die Kraft der Gemeinschaft stärken

  • uns bewusst machen, was bestimmte Situationen in uns auslösen, und wie wir damit anders und neu umgehen können

  • interessiert sind, freier zu leben - ohne Ängste und voller Lebensfreude

  • die Verantwortung für sich selbst übernehmen, für das eigene Denken und Handeln

  • aufhören, die Gefühle anderer zu bewerten. Jeder kann nur für sich selbst fühlen, denken, sprechen und handeln 

  • an die Entwicklung der Fähigkeit in neue Beziehungsformen zu gehen, glauben - zu uns selbst, zu allem und jedem

  • dem Anderen wirklich zuhören: versuchen, zu verstehen, was das Gegenüber eigentlich sagen will, und ihn darin zu unterstützen

  • beim Zusammensein einen Raum entstehen lassen wollen, in dem der Austausch von Gedanken und der Ausdruck von Gefühlen eine Art kreativer Prozess ist


Wenig Worte

Vielredner schaffen mit ihrem vielen Reden keine Verbindung zu den anderen. Im Gegenteil: Sie spalten die Menschen. Sie halten sich die anderen mit ihren vielen Worten vom Leib: "Um einander zu verstehen, brauchen die Menschen nur wenige Worte. Viele Worte brauchen sie nur, um sich nicht zu verstehen." So eine indianische Weisheit, die universal gültig ist. Wenige Worte, die der andere versteht, schaffen eine tiefe Beziehung zum anderen. Worte sind Träger der Kommunikation. In Worten kommen wir uns näher. Aber wenn einer gar nicht aufhört zu reden, haben wir den Eindruck, dass wir keinen Fuss in die Tür zum Anderen bringen. Wir finden keinen Kontakt zu ihm. Er hält uns mit seinen vielen Worten auf Distanz. Seine Worte schaffen keine Kommunikation. Sie wollen vielmehr verwirren, damit ich mich im Nebel der Worte verliere und dem anderen nicht zu nahe komme. 

 

Anselm Grün