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Fruchtlos

Du mein Glück

Du mein Schicksal

Meine Liebe, mein Schmerz, mein All-das

Was will es mich lernen, wenn es unbeantwortet sich aufreibt

Was soll es bedeuten, wenn mein Ruf unbeantwortet verbleibt

 

Ist das alles falsch

Wo liegt der Schmerz

Wo muss ich suchen

Wieso will hier einfach keine Frucht entstehen

und kann ich diesen Weg nicht begehen

 

Soll das mein Schicksal sein

Soll ich das einfach so hinnehmen

Akzeptieren, dass du und das nicht für mich bestimmt

Wo schreie ich diese Qual heraus, in welches Grün muss ich mich legen,

dass es weniger schmerzt, dass es bald wird ein Segen

 

Verliebt sein ist eines

In Liebe sein aber viel mehr

Es tut manchmal ein wenig weh – manchmal aber so sehr

Doch ebenso gross ist auch der Trost

Darin – in der Liebe – aufgehoben und liebgekost

La Chapelle-Thècle, 24. Mai 2012

 

 

L i b e l l e n t a n z

 

Wir Libellen hüpfen in die Kreuz und Quer, auf den Quellen und den Bächen hin und her.

Schwirrend schweben wir dahin im Sonnenglanz; unser Leben ist ein einz'ger Reigentanz.

Wir ernähren uns am Strahl des Sonnenlichts, und begehren, wünschen, hoffen weiter nichts.

Mit dem Morgen traten wir ins Leben ein; ohne Sorgen schlafen wir am Abend ein.

Heute flirren wir in Freud' und Sonnenglanz; morgen schwirren andre hier im Reigentanz.

 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben