Selbstgestricktes

Selbstgestricktes · 18. September 2019
Festklammernd am äussersten Ast Die Flügel zittern Ich weiss ich kann fliegen Und ich weiss die Luft trägt mich Doch es ist noch nicht Zeit... Das Räderwerk der Zeit steht still Und gleichzeitig rast sie Ich seh den Silberstreifen am Horizont Dort will ich hin Doch es ist noch nicht Zeit... So fremd und doch so nah Zu Gast auf dem Planeten Jupiter Ein Alien auf drei Dimensionen reduziert Entfalten will ich mich in die andere Welt Doch es ist noch nicht Zeit... Wie Luft im Bauch Oder sehr...
Selbstgestricktes · 26. August 2019
Vertrauen in sich in die Welt Trauen sich selbst und der ganzen Welt Trau dich sei du selbst zeig dich der ganzen Welt Lass dich tragen und führen Lass dich ertragen und verführen Schliess deine Augen und geb dich hin Find dich in dir und schmelze dahin
Selbstgestricktes · 25. August 2019
Kommt, lasst uns kommunizieren Lasst uns Geben und Empfangen Wir sind frei und offen und geniessen Wir sind voller Hingabe Kommt, lasst uns kommunizieren Lasst uns teilen, was wir sind Wir sind frei und tanzen und singen Wir sind voller Dankbarkeit Kommt, lasst uns kommunizieren Lasst uns schenken, verschenken Wir sind frei und reich und lachen Wir sind voller Glück
Selbstgestricktes · 24. August 2019
In Bewegung sein, auf dem Weg sein. Eher tastend denn bestimmend. Die Nase im Wind, die Ohren gespitzt, die Augen wandernd, Die Zeichen deutend, Die Angebote sehend. Eine - nicht meine - Hand im Rücken Vertrauend geschoben werden. Die Führung liegt nicht in meiner Hand Ist nicht bestimmt von Kopf und Verstand. Sogar meine Gefühle wundern sich, Kriegen Angst und winden sich. Fragen, wo ist das Altbekannte? Hält der neue Steg und das Unbekannte? Doch das Herz weiss es genau. Sieht den Weg und...
Selbstgestricktes · 24. August 2019
Es ist mir ein Platz anvertraut... Die einen sagen: Das ist alles Deins Das hast Du gemacht Das gehört Dir Doch ich bin hier nur auf der Durchreise Mir wurde ein Ort verleiht Ein Platz zum Verweilen, frei zur Gestaltung. Ich weile und teile hier, Lade ein und zeige, Das ist alles auch Eures, Ist alles Unseres. Zu hüten und pflegen, Das, was uns zu Füssen gelegt. Und dann geh'n wir weiter Zum nächsten Ort.
Selbstgestricktes · 10. August 2019
Ich freu mich, daß am Himmel Wolken ziehen Und daß es regnet, hagelt, friert und schneit. Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit, Wenn Heckenrosen und Holunder blühen. Daß Amseln flöten und daß Immen summen, Daß Mücken stechen und daß Brummer brummen. Daß rote Luftballons ins Blaue steigen. Daß Spatzen schwatzen. Und daß Fische schweigen. Ich freu mich, daß der Mond am Himmel steht Und daß die Sonne täglich neu aufgeht. Daß Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,...
Selbstgestricktes · 05. April 2018
Zerrupfter Vogel, durchgeschüttelt vom Wind, zerzaust vom Leben. Du hättest fliegen sollen weit weg und hoch hinaus über alle Berge, ganz verwegen Es flatterte und posaunte aus gegen den Wind und alle gute Vernunft Machte sich vor, es sei ein flüchtiger Kuss nur Das Leben aber hörte vom inneren Ruf Hörte die leise Stimme unter dem Getöse Und flugs, stand es da und klopfte an die Tür Nun galt es, sich zu besinnen Was will ich? Wer bin ich? Kann ich es wirklich? Das Leben, verkleidet als...
Selbstgestricktes · 30. März 2018
Ich gab dir die Hand lud dich ein zu Bleiben Ich gab dir die Zeit lud dich ein zu Sein Du nahmst wohl die Zeit aber nur zum Schein Du nahmst mir mehr als meine Hand und warst nicht du Selbst Silvana, März 2018
Selbstgestricktes · 18. März 2018
Betrogen, belogen davongelaufen, gerannt Augen voller Sand die Ohren voll Sturm Betrogen, belogen gekrümmt und verbogen so voller Angst du armes Kind Betrogen, belogen geknickt und gestrauchelt Adrenalin im Geblüt Scheuklappen ausm Gestüt Betrogen, belogen so viele und dich selbst halt doch mal still und sieh genau hin das bist nur du, du kommst nicht umhin Silvana, März 2018
Selbstgestricktes · 07. Juni 2012
Des Kriegers stärkste Waffe ist nicht sein Schwert, nicht seine Schlauheit Es ist nicht seine Muskelkraft und auch nicht seine Schnelligkeit Des Kriegers stärkste Waffe ist allein sein liebend Herz Sanft und weise, umarmend jeden Schmerz Der Krieger zieht durch alle Lande Sucht die Menschen, sucht die Liebe Sucht und sieht dabei soviel an Traurigkeit Die herrscht und all die ganze Lieblosigkeit Auf in den Kampf, mein Krieger Auf in den sanften Kampf und siege Bekämpfe alles Harte, alles...

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L i b e l l e n t a n z

 

Wir Libellen hüpfen in die Kreuz und Quer, auf den Quellen und den Bächen hin und her.

Schwirrend schweben wir dahin im Sonnenglanz; unser Leben ist ein einz'ger Reigentanz.

Wir ernähren uns am Strahl des Sonnenlichts, und begehren, wünschen, hoffen weiter nichts.

Mit dem Morgen traten wir ins Leben ein; ohne Sorgen schlafen wir am Abend ein.

Heute flirren wir in Freud' und Sonnenglanz; morgen schwirren andre hier im Reigentanz.

 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben