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Der Nebelmond - vom 31.10. - 03.11. - im germanischen Jahreskreis

 

Einheriar oder Nebelmond

Die Krieger, die auf dem Schlachtfeld im Kampfe fielen, wurden nach der nordischen Mythologie von den Walküren nach Asgard in die Halle Odins gebracht. Hierbei handelt es sich um die "Einheriar"

Das Fest, welches im ursprünglichen Sinne ein Totenfest ist, findet vom 31. Oktober bis zum 3. November statt. In dieser Zeit wurde und wird den Verstorbenen gedacht.

Es spricht für das Fest, dass die Rituale dieses Festes eine feierliche Ruhe oder Besinnlichkeit beinhalten. Vergleicht man den Zeitraum des Festes mit dem Rhythmus der Natur, so ist auch in der Natur der Prozess des Lebens scheinbar vorbei. Die Natur lässt Altes sterben, um sich auf den Neubeginn im Frühjahr vorzubereiten.

Während dieser Zeit ist die Schleuse zwischen dem Diesseits und dem Jenseits dünn bis geöffnet. Es kann in dieser Zeit zu besonderen Empfindungen und Eingebungen kommen, die damit zusammenhängen können, dass die Ahnen den Kontakt zu den Hinterbliebenen suchen oder uns etwas mitteilen wollen. Jetzt ist auch die Zeit für die Pfadarbeit, tiefe Meditation oder der Arbeit mit den Runen.

 

Bräuche:

  • Die Gräber der Verstorbenen werden gesäubert und mit einer Winterbepflanzung versehen.
  • Eine Grabkerze, die Tag und Nacht leuchtet, soll den Verstorbenen Licht und Wegweiser ins Diesseits sein.
  • Wir können unseren Ahnen an diesem Tag einen Platz in unserer Mitte reservieren, indem wir einen Platz an der Tafel für sie decken und uns vorstellen, sie wären noch bei uns. am nächsten Tag wird dann das Essen und Getränk an einer Stelle in der Natur symbolisch den Ahnen und der Göttin Hel geopfert.

 

L i b e l l e n t a n z

 

Wir Libellen hüpfen in die Kreuz und Quer, auf den Quellen und den Bächen hin und her.

Schwirrend schweben wir dahin im Sonnenglanz; unser Leben ist ein einz'ger Reigentanz.

Wir ernähren uns am Strahl des Sonnenlichts, und begehren, wünschen, hoffen weiter nichts.

Mit dem Morgen traten wir ins Leben ein; ohne Sorgen schlafen wir am Abend ein.

Heute flirren wir in Freud' und Sonnenglanz; morgen schwirren andre hier im Reigentanz.

 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben