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Ostara - Fest zur Frühlingsgleiche um den 20.03.

Der deutsche Name Ostern, leitet sich von der Göttin Ostara (Freyja) ab. Das heidnische Opferfest fand und findet zur Frühlingsgleiche um den 20.03. statt. Im Anschluss an dieses Fest wurde auch das "Värthing" (Frühjahrsthing) abgehalten. Ab der Frühjahrsgleiche werden die Tage länger als die Nächte, im nordischen Mythos wird dies durch den endgültigen Sieg der Sonnengötter über die Winterriesen symbolisiert.

 

Im Eddalied "Fjollsvinzmäl" wird erzählt, wie der Sonnengott "Svipdagr" die schlafende Frühlingsgöttin "Menglöd" (Freyja) erweckt und aus der Gewalt des Winterwächters "Fjollsvidr" befreit. Es findet die heilige Hochzeit der beiden statt, die auch in den kultischen Tanzlabyrinthen, den Trojaburgen, von Darstellern nachgespielt wurde, wobei ein Darsteller des Sonnengottes die gewundenen Bahnen durchtanzt und so den Sonnenlauf nachvollzieht, um dann in der Mitte des Labyrinths die Darstellerin der Erdgöttin zu erwecken. Neun Monate später zum "Jul" entsteht aus dieser Göttervereinigung der junge Sonnengottessohn des neuen Jahres.

 

Ostara ist aber nicht nur das Fest, an dem der endgültige Sieg des Frühlings über den Winter gefeiert wird, es ist auch ein Fruchtbarkeitsfest. Die Menschen der früheren Zeit begannen um diese Zeit mit dem Fruchtbarmachen der Felder und bei vielen Tieren findet in dieser Zeit die Brunft statt. Auch wir Menschen können die so genannten "Frühlingsgefühle" spüren.

 

Ein Symbol der Fruchtbarkeit ist übrigens der Hase, der als Tier der Göttin Ostara (Eostre) verehrt wurde, ein anderes Fruchtbarkeitssymbol sind rohe Eier, die anlässlich dieses Tages an liebe Freunde verschenkt werden.

Ein weiteres Symbol, dass an Ostara eine große Rolle spielt, ist das "Ostarafeuer" als Abbild der Sonne. 

Die Feuer wurden auf den Hügeln entzündet und man glaubte, dass die Kraft der Sonne und der Segen der Götter dadurch auf die Felder übertragen wurden, die im Schein der Feuer lagen. Durch diese Feuer sprangen auch die Menschen um sich vor den bösen Mächten zu schützen.

Mancherorten wurden auch die Viehherden zwischen zwei Feuern hindurchgetrieben.

Bei dem Sprung über das Osterfeuer, galt es als ein gutes Zeichen, wenn man möglichst hoch sprang, fiel man jedoch hin, da war dies ein schlechtes Omen, da man sicher sein konnte, noch im selben Jahr zu sterben.

 

L i b e l l e n t a n z

 

Wir Libellen hüpfen in die Kreuz und Quer, auf den Quellen und den Bächen hin und her.

Schwirrend schweben wir dahin im Sonnenglanz; unser Leben ist ein einz'ger Reigentanz.

Wir ernähren uns am Strahl des Sonnenlichts, und begehren, wünschen, hoffen weiter nichts.

Mit dem Morgen traten wir ins Leben ein; ohne Sorgen schlafen wir am Abend ein.

Heute flirren wir in Freud' und Sonnenglanz; morgen schwirren andre hier im Reigentanz.

 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben