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Neues Zuhause im Schwedenhaus "Lönneberga"

Anfang Februar kamen wir an. Es fing grad an einzudunkeln. Wir waren müde, aber glücklich, die Reise so gut überstanden zu haben! Die Katzen verhielten sich recht ruhig. Der Grizzly jammerte immer, wenn es wieder ein wenig schneller vorwärts ging. Aber immerhin, es ist kein grosses Malheur passiert und unsere Nerven überstanden es auch. 

So froh wir waren, dass fast alles schon am Tag vorher hier angekommen und natürlich auch reingestellt worden war, so traf uns doch fast der Schlag, als wir sahen, wie vollgestopft der Wohn-Ess-Küchenraum war! Wir kamen kaum hinein, geschweige denn, dass wir irgendetwas abstellen konnten. Aber es ging... irgendwie... ja, ging es. 

Während der ersten Woche räumten wir ein und um. Eine Freundin von Daya kam auf Besuch und nahm netterweise gleich die Kisten mit, die bei Isabella in der Schweiz zwischengelagert werden. So war es schon bald recht wohnlich. Die Sonne scheint so wundervoll durch die grosse Terrassentüre! Auch wenn das Häuschen definitiv zur Kategorie Tinyhouse zählt, so ist der Wohn-/Ess-/Kochraum doch recht gross und eben hell! 

In der zweiten Woche  begleiteten wir die Katzis nach draussen. Der Vermieter baute sogar eine Katzentüre in die Haupttüre. Doch da es noch einmal eine Türe zum Wohnraum gibt und es zur Zeit so kalt ist, dass wir sie nicht offen lassen können, gehen die Katzen über die Terrassentüre rein und raus. Das geht eigentlich recht gut. Insgesamt sind die Katzen sehr entspannt. Weil wir ja alle zusammen einen Raum teilen - wenigstens tagsüber - entsteht für die beiden viel "Familiengefühl" und damit auch Sicherheit. 

Das Häuschen nenn sich "Lönneberga" nach dem Kinderfilm aus den 70er Jahren "Michael aus Lönneberga". Der Platz hier ist - ähnlich wie in Libellule - ein Ferienort, kombiniert mit festen Mietern und solchen wie ich, die einfach mal ein Jahr fest gemietet haben. Die Vermieterfamilie hat vier Kinder, alles Mädels, die sich um die diversen kleinen Tiere kümmert, wie Hasen, Hühner und Laufenten. Es ist schön, ihnen zuzusehen. Und überhaupt, sie sind alle sehr nett und ich fühle mich hier sehr sehr wohl. 

 

 

L i b e l l e n t a n z

 

Wir Libellen hüpfen in die Kreuz und Quer, auf den Quellen und den Bächen hin und her.

Schwirrend schweben wir dahin im Sonnenglanz; unser Leben ist ein einz'ger Reigentanz.

Wir ernähren uns am Strahl des Sonnenlichts, und begehren, wünschen, hoffen weiter nichts.

Mit dem Morgen traten wir ins Leben ein; ohne Sorgen schlafen wir am Abend ein.

Heute flirren wir in Freud' und Sonnenglanz; morgen schwirren andre hier im Reigentanz.

 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben