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Merkmale erfolgreicher Gemeinschaften - von Diana Leafe Christian

Nach 20 Jahren Gemeinschaftserfahrung hat D.L.C. die folgenden 7 Essentiales gefunden, die erfolgreiche, funktionierende Gemeinschaften von den 90 % der Gründungen unterscheiden, die scheitern.

 

1. Klarer Zweck und gemeinsame Mission Wenn eine Gemeinschaft keinen gemeinsamen Prozeß zur Klärung von Zweck und Mission durchläuft, werden Entscheidungen sehr schwer und der soziale Frieden gestört. Die Absichten und Begründungen sollten möglichst konkret und klar sein, statt vage.

 

2. Faire, partizipatorische und transparente Entscheidungskultur Ob 6-stufiger Konsens, Soziokratie oder Holacracy, die Entscheidungsprozesse müssen zuvor geübt sein. Allen muß klar werden, was ein Ja oder ein Veto bedeutet bzw. welche Konsequenzen das eigene Votum hat mit welcher Verbindlichkeit.

 

3. Klarer und sorgfältiger Aufnahmeprozeß von neuen Mitgliedern Dieser Prozeß ist als zweiseitiger Klärungs- und Entscheidungsprozeß zu gestalten, ob Interessent und Gemeinschaft zusammenpassen.

 

4. Förderung von Vertrauen und Verstehen und Intimität Gemeinsame Essen, Arbeiten, Sport, Spiel, Musik; Geschichten erzählen; Biographie-Abende...

 

5. Klare wechselseitiger Verbindlichkeiten Für alle Abmachungen, Vereinbarungen braucht es glasklare schriftliche Fixierungen in einer Art Satzung/Verfassung. Für ihre Einhaltung sorgen nicht beschämende und nicht beschuldigende Verfahren, die einerseits auf die eigene Verantwortung setzen und andererseits auf sozialen Druck durch Transparenz bei finanziellen Verpflichtungen und Arbeiten für die Gemeinschaft.

 

6. Verfahren und Methoden, mit denen einzelne ihren Reifungsprozeß aus dem Elternhaus zuende bringen können.

 

7. Hilfreiche Konfliktlösungsmethoden Es braucht Offenheit und Kompetenz im Umgang mit Konflikten, die jeweiligen Methoden sollten geübt und etabliert sein. Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg hat sich in vielen Gemeinschaften bewährt.

 

Diana Leafe Christian, 26./27. Juli 2011

 

L i b e l l e n t a n z

 

Wir Libellen hüpfen in die Kreuz und Quer, auf den Quellen und den Bächen hin und her.

Schwirrend schweben wir dahin im Sonnenglanz; unser Leben ist ein einz'ger Reigentanz.

Wir ernähren uns am Strahl des Sonnenlichts, und begehren, wünschen, hoffen weiter nichts.

Mit dem Morgen traten wir ins Leben ein; ohne Sorgen schlafen wir am Abend ein.

Heute flirren wir in Freud' und Sonnenglanz; morgen schwirren andre hier im Reigentanz.

 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben