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Ein naturnaher Garten

Ein Kurs in "Pflanzenkompositionen" im Schaugarten von Winkler Richard Naturgärten

Silvana besucht den Nachmittagskurs bei Herrn Richard von Winkler Richard Naturgärten in Wängi. Beeindruckend, was alles im Schaugarten an einheimischen Pflanzen wächst! 

Ich lerne an diesem Nachmittag ganz viel. Unter anderem, wieso wir überhaupt unsere Gärten wieder mehr der Natur öffnen können und sollen, und wie sowas von statten gehen kann. Ich verstehe, dass wir, grob zusammengefasst, zweierlei Bodenqualitäten schaffen können, auf denen sich unsere heimischen Pflanzen wohlfühlen können. Das eine ist der karge Stein-/Kiesboden, der von vielen wilden Blumen geliebt wird. Das andere ein nährstoffreicherer Boden, der für viele Stauden und Gehölze passt.  

Auch wenn ein Schwimmteich unsere Möglichkeiten sprengt, gibt es immer noch sehr viel, was wir umgestalten können. Wir sind uns sicher, dass wir genau so einen Lebensraum aus unserem Garten machen wollen. Ein Raum, der für uns ebenso wertvoll ist, wie er es für Tiere und Pflanzen sein wird. 

Die Bilder sind aus dem Schaugarten in Wängi. Er besteht nun seit einem Jahr und wie man sieht, sind die Pflanzen zwar noch klein, der Boden ist noch offen, aber es nimmt schon richtig Form an. Gut zu erkennen sind auch die zwei unterschiedlichen Bodenqualitäten. Die vielen Eisenbögen zeigen aber auch schon an, wie viel grösser die Pflanzungen noch werden, denn sie sollen die grossen Stauden ja stützen. 

Was ich gelernt habe, ist auch, dass in einem naturnahen Garten nicht alles, was nicht einheimisch ist, verpönt ist. Der Naturraum kann durchaus mit "Exoten" bestückt sein. Die Tiere finden dennoch genügend Standort, um sich heimisch zu fühlen. Eine Faustregel besagt, dass es 20-30% Fremdlinge verträgt. 

 

 

L i b e l l e n t a n z

 

Wir Libellen hüpfen in die Kreuz und Quer, auf den Quellen und den Bächen hin und her.

Schwirrend schweben wir dahin im Sonnenglanz; unser Leben ist ein einz'ger Reigentanz.

Wir ernähren uns am Strahl des Sonnenlichts, und begehren, wünschen, hoffen weiter nichts.

Mit dem Morgen traten wir ins Leben ein; ohne Sorgen schlafen wir am Abend ein.

Heute flirren wir in Freud' und Sonnenglanz; morgen schwirren andre hier im Reigentanz.

 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben