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Naturnaher Garten

Zum stattlichen Haus gehört auch ein 2000m2 grosser Garten mit Swimmingpool. Da gleich ans Haus angeschlossen eine Ärztepraxis ist, wird der Rasen zur Zeit per Roboter "leise" gemäht. Das sieht tatsächlich auch schön aus und ist bequem. Aber es lässt natürlich kaum Raum für die anderweitige Gestaltung des Gartens.  Auch der Pool wird auf chemischer Basis zum Baden "sauber" gehalten. Wir werden diese Annehmlichkeiten in diesem ersten Jahr auf alle Fälle ausgiebig geniessen und uns Zeit lassen mit dem "Aushecken" unserer Vorstellungen und Ideen. Wir wollen nun vorerst vor allem beobachten, uns informieren und auch Rat einholen.

 

Unsere Vision geht nämlich in eine andere Richtung. Wir träumen von einem naturnahen Garten, vielleicht sogar mit einem Schwimmteich. Und natürlich soll es auch Platz für Gemüse geben. Wir möchten, dass es wilde heimische Blumen und Sträucher gibt, die unseren Insekten, Vögeln und anderen Tieren einen Lebensraum bieten. Wir wollen einen "Dschungel", der Pflanzen und Tieren, aber auch uns Menschen einen Raum zur Verfügung stellt, in dem wir wandeln, beobachten und staunen dürfen. Ein Lebensraum, der in unseren Augen extrem wertvoll ist, der uns inspiriert, und uns auf seine Art ein gelebtes "Miteinander" vermittelt. Wir finden, es ist höchste Zeit, dass wir der Natur wieder Raum zurückgeben und lernen zu teilen und nicht nur zu nehmen.    

 

Es wäre ein grosser Akt, der zu Anfang bestimmt auch nicht billig ist. Es würde bedeuten, dass wohl ein jeder in der Gemeinschaft einen Kostenbeitrag zu diesem Projekt leistet. Oder wir versuchen, Menschen zu finden, die uns darin finanziell unterstützen. Vielleicht indem wir den Garten auch für andere öffnen. Ideen sind auf alle Fälle da. Wenn wir im Laufe des Jahres entsprechend budgetieren können, werden wir mehr davon berichten. 

 

 

L i b e l l e n t a n z

 

Wir Libellen hüpfen in die Kreuz und Quer, auf den Quellen und den Bächen hin und her.

Schwirrend schweben wir dahin im Sonnenglanz; unser Leben ist ein einz'ger Reigentanz.

Wir ernähren uns am Strahl des Sonnenlichts, und begehren, wünschen, hoffen weiter nichts.

Mit dem Morgen traten wir ins Leben ein; ohne Sorgen schlafen wir am Abend ein.

Heute flirren wir in Freud' und Sonnenglanz; morgen schwirren andre hier im Reigentanz.

 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben