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Unser Garten

 

Unser Garten ist ein Paradies. Wirklich. Es ist unglaublich, quasi mitten im Städtchen über 2000m2 Garten verfügen zu dürfen. Wir schätzen ihn enorm und sind dankbar für diese Form des Luxus.

 

Schon vom Wohnzimmer aus haben wir einen wundervollen Blick in den Garten. Vom Esszimmer führt eine Terrassentüre in die Loggia, die überdacht bei jedem Wetter ein Draussensein ermöglicht. Zur Zeit spriessen dort Tomaten, Zucchini und Spinat. Von der Loggia aus führen breite Stufen auf den Sitzplatz und in den Garten. Inwzischen spenden zwei grosse Sonnensegel Schatten auf den richtig warm werdenden Sitzplatz. 

 

Wenn man in den Garten schaut, sticht einem zuerst der Swimmingpool ins Auge. Er ist nicht super lang, aber dafür recht tief. Ebenfalls in den 60er Jahren gebaut, hat er seinen eigenen Charme. Wir geniessen die Möglichkeit sehr, jederzeit ins türkisfarbene Wasser springen zu können. Die Chlorbelastung halten wir minimalst und so ist es wirklich das reinste Vergnügen darin zu schwimmen. 

 

Ein kleiner Teil des Gartens liegt im Norden und Westen, also vor dem Haus. Dort ist zur Zeit ein Rasenroboter unterwegs, der den Rasen kurz hält. Ausserdem wurde in früheren Jahren ein Beerenbeet angelegt, von dessen Beeren wir zur Zeit den vollen Genuss haben. Ein weiterer kleiner Teil des Gartens liegt ganz hinten, Richtung Strasse. Er ist vom Haus aus nicht zu sehen und ist zur Zeit ebenfalls einfach nur Rasen. 

 

Der Garten wirkt wie eine Waldlichtung oder eine Oase, da er im Sommer auf drei Seiten nicht einsehbar ist. Und die einen Nachbarn im Osten sind Rentner, die gemütlich und diskret sind. Wir haben uns ganz schnell daran gewöhnt, winken ihnen hin und wieder zu und nehmen sie schon kaum mehr war. Im Süden steht eine lange Reihe von Haselnusssträuchern, Eschen, ein paar Tannen und viele andere heimische Sträucher, die im Sommer komplett blickdicht machen. Im Osten steht eine reich tragende Quitte und am Haus ein paar Rosenbüsche. Doch die Königin im Garten ist der riesige Walnussbaum (hier ist er wieder!). Noch nie zuvor habe ich einen solch grossen Walnussbaum gesehen! Er spendet weitherum lichten Schatten. Unter seinem Blätterdach fühlen wir uns gut aufgehoben und geschützt. 

 

Auch dieser Rasen wird von einem Roboter gemäht. Das heisst, wir haben keine (eigene) Lärmbelastung durch das Rasenmähen und dabei immer einen kurz geschorenen Rasen. Hört sich ziemlich nach Luxus an! Ist es auf eine Weise auch. Aber unser Sehnen geht Richtung naturnaher Garten. Wir lassen uns Zeit, Ideen zu sammeln, uns gut zu informieren und dabei immer zu beobachten, wie der Garten sich im Laufe der Saisonzeiten verändert. Und im nächsten Frühling sind wir dann parat, unsere Ideen umzusetzen. 

 

 

L i b e l l e n t a n z

 

Wir Libellen hüpfen in die Kreuz und Quer, auf den Quellen und den Bächen hin und her.

Schwirrend schweben wir dahin im Sonnenglanz; unser Leben ist ein einz'ger Reigentanz.

Wir ernähren uns am Strahl des Sonnenlichts, und begehren, wünschen, hoffen weiter nichts.

Mit dem Morgen traten wir ins Leben ein; ohne Sorgen schlafen wir am Abend ein.

Heute flirren wir in Freud' und Sonnenglanz; morgen schwirren andre hier im Reigentanz.

 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben